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Die Initiative

Warum ist die Arbeit in der Bürgerinitiative anders?

Die Arbeit in der Bürgerinitiative unterscheidet sich im Grundsatz sehr von herkömmlichen Vereinsaktivitäten. Der Verein stellt nur das notwendig rechtliche Grundgerüst dar, die Arbeit erfolgt von Bürgern aus eigener Motivation und in selbst formulierter Aufgabenstellung. Die aktiven Bürger müssen nicht notwendigerweise Mitglieder des Vereins sein. Die Möglichkeit, das eigene Umfeld zu gestalten, ist das eigentliche Motiv für die Mitarbeit. Um zu Lernen, wie man gemeinsam erfolgreich zusammen arbeiten und Projekte in die Tat umsetzen kann, haben wir uns von Anfang an professionelle Hilfe geholt. Begleitet und unterstützt werden wir vom Institut für Partizipatives Gestalten (Prozessbegleitung).

Die Aufgaben, die von der Initiative in Angriff genommen wird, können von den Bürgern selbst vorgeschlagen und bestimmt werden. Es gibt keine Steuerung, keine Vorschriften für die Auswahl. Es wird bearbeitet, was die Menschen interessiert und  was als wichtig erachtet wird. Einzige und selbstverständliche Notwendigkeit dafür ist die aktive Teilnahme einer ausreichenden Anzahl von Bürgern. Die tatkräftige Unterstützung zeigt dann deutlich, wie hoch die Bürger die Wichtigkeit für die Bearbeitung und Umsetzung einer Maßnahme einschätzen. Projekte, die zwar vorgeschlagen aber nicht nachhaltig unterstützt werden, können deshalb nicht verwirklicht werden. Es liegt in unseren eigenen Händen, welche Aufgaben wir als Herausforderung sehen.

Bei der Arbeit an Projekten spielt die Vernetzung der verschiedenen Akteure eine große Rolle. Den Herausforderungen lokaler Probleme kann sich die Initiative nur mit Beteiligung von Landkreis und Kommunen stellen. Es muss möglich sein,  über Partei- und Verantwortungsbereiche hinaus zu arbeiten um langfristig tragfähige Entwicklungen zu fördern und die Zustimmung aller Beteiligten zu bewirken. Dabei gilt es, den Blick über „den Tellerrand hinaus“ zu behalten. Die Tragweite und Verantwortung regionaler Entscheidungen geht über Ortsgrenzen hinweg.

Vor dem Hintergrund dieser Verantwortung sieht sich die Initiative auch als Pilotprojekt der „neuen Bürgerbeteiligung“ für die Entwicklung der Region. Die Arbeit könnte für weitere Initiativen als Anregung dienen und reproduzierbare Ergebnisse erzeugen, welche die Effektivität späterer Bürgerinitiativen noch deutlich steigern könnte. Das bedeutet ein ständiges “learning by doing” und Verbesserung der eigenen Arbeit und der Abläufe. Wenn wir effektiv wir ein privater Betrieb arbeiten, uns aber als freiwillige und freie Mitarbeiter betrachten, die sich selbst bestimmen und sich der Verantwortung für die Region bewußt sind, dann können wir viel positives bewirken.

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